Vortragsmeeting Hospiz 31.08.2017

Am Donnerstag, den 31.08.2017, kamen uns Frau Caroline von Blanckenburg sowie Frau Christina Häcker besuchen, um uns etwas über das Thema Hospiz zu erzählen und uns damit Ideen dafür zu liefern, wie wir die Aktion in unserem Club umsetzen können.

Beide sahen dabei davon ab, einen Frontalvortrag mit Power Point zu halten, sondern erzählten uns vielmehr im Gespräch über die Hospizarbeit in Deutschland sowie ihre eigenen Erfahrungen. Zunächst gingen beide dabei auf die noch eher junge Geschichte von Hospizen ein, da es Hospize erst seit den 1980-er bzw. sogar erst seit Beginn der 1990-er Jahre gebe. Inzwischen sei man in Deutschland jedenfalls soweit gekommen, dass es 130 ambulante Hospize sowie 24 stationäre gibt und damit etwa 15.000 Menschen erreicht werden können. In Hannover existieren drei Hospize mit jeweils 8 Betten in Einzelzimmern. Diese nehmen nur Menschen auf, die bereits schwerstkrank sind und die Diagnose erhalten haben, dass sie nicht länger als 6 Monate leben werden. Insofern hätten auch viele der Bewohner bereits eine Pflegestufe erreicht. Das besondere bei Hospizen sei dabei vor allem, dass diese darauf angewiesen seien, dass die Menschen auch sterben, denn nur dann gebe es entsprechende finanzielle Mittel.

Nach diesem allgemeinen Überblick gehen beide auf die Unterschiede zwischen ambulanten und stationären Hospizen ein. So seien vor allem die ambulanten Hospize häufig im Nachteil, da diese hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen werden, die regelmäßig 2 – 4 Stunden pro Woche aufbringen können. Es gebe dabei nur eine hauptamtliche Koordinatorin, die jedoch bei fehlender Trägerschaft komplett aus Spenden finanziert werden müsse. Insofern sei dieser Beruf sehr volatil und die Sorge sei groß, dass das Geld für die Finanzierung der Arbeit nicht reiche. Anders dagegen bei stationären Hospizen, die zwar auch auf Spenden angewiesen sind, dessen Finanzierung aber aufgrund der gegebenen Trägerschaft halbwegs gesichert ist.

Besonders nah gingen allen Anwesenden vor allem die persönlichen Geschichten von Frau Häcker, die als Musikpädagogin arbeitet und häufig Sterbende begleitet. Gerade diese Geschichten haben verdeutlich, wie wichtig die Hospizarbeit doch ist, aber wie belastend sie zugleich sein kann.

Insofern wurde allen deutlich, dass sie gerne auch helfen und die Arbeit in Hospizen mit einer Sozialaktion unterstützen möchten. Hierzu stellten uns Frau von Blanckenburg und Frau Häcker mehrere Einrichtungen vor und es fand ein reger Ideenaustausch statt. Konsens ist dabei, dass es eine gezielte Förderung werden soll. Über die konkrete Aktion wird sich der Club zeitnah beratschlagen.

Wir bedanken uns in jedem Fall herzlich für den Einblick in die Hospizarbeit, die uns alle nachdenklich gestimmt hat, aber wir schauen nun auch mit viel Freude auf unsere neue Sozialaktion, die wir gerne durchführen werden.