Willkommen!

Wir sind ein Service-Club für junge Leute im Alter von 18 bis 32 Jahren. Wir versuchen, in unserer Freizeit über den Tellerrand des Alltages hinaus unser Wissen zu erweitern und anderen Menschen zu helfen. Wenn Du Lust hast, freuen wir uns, Dich als Gast bei einem unserer Meetings in Hannover an der Leine begrüßen zu dürfen.

Vortragsmeeting: Die Integration Geflüchteter stellt die Kommunen vor große Herausforderungen

„Die Integration Geflüchteter stellt die Kommunen vor große Herausforderungen“ – diesen
Satz wird aktuell wohl jeder unterschreiben, der hauptamtlich oder ehrenamtlich für eine
Kommune tätig ist. So haben wir uns sehr gefreut, dass uns Frau Regine Kramarek trotz eines
sehr vollen Terminkalenders zum Meeting besucht hat. Sie selbst ist Ratsfrau der Grünen
sowie Bürgermeisterin der Stadt Hannover und damit eine Expertin zum Thema des Abends.
Nachdem Frau Kramarek sich vorstellte, zeigte sie zunächst einige Statistiken über die
tatsächlichen Zuströme von Geflüchteten. Demnach sind ca. 4900 Personen nach Hannover
gekommen, wobei sich die Stadt politisch dazu entschieden hat, diese auf alle Stadtteile zu
verteilen statt eine große „Geflüchtetenburg“ zu bauen. Dies trage nach der Erfahrung von
Frau Kramarek aktiv zu mehr Integration bei. Nachdem Sie nunmehr die Arbeit der Stadt
Hannover vorstellte, gab sie auch einen Einblick in ihre ganz persönliche Arbeit mit
Geflüchteten.

So engagiert sich Frau Kramarek im Verein „Unterstützungskreis Flüchtlingsunterkünfte
Hannover e.V.“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, zu mehr gelingender Integration
beizutragen, indem etwa Sprachkurse finanziert und Geflüchtete bei Behördengängen
begleitet werden. Im Rahmen dessen berichtete sie auch sehr persönlich zum Schicksal
einiger Geflüchteter, die sie betreut. Gerade diese eigenen Erfahrungen von ihr waren für uns
sehr bewegend. Ausgehend davon ergaben sich dann nach dem Vortrag auch viele
Rückfragen, die Frau Kramarek alle lange und intensiv beantwortete.
Nach dem Vortrag haben wir alle eine andere Sicht auf das Thema Integration gewinnen
können und bedanken uns bei Frau Kramarek herzlich für Ihre Einblicke. Sicher wird uns das
Thema auch in den kommenden Monaten im Club begleiten, wir waren uns nach dem Meeting
alle sicher, dass auch wir einen Beitrag zu mehr gelingender Integration leisten möchten.

Bericht zur 1. Distriktkonferenz in Clausthal-Zellerfeld

Am Samstag, den 21.10.2017 fand die 1. Distriktkonferenz in Clausthal-Zellerfeld statt. Die „DisKo“ ist ein gemeinsames Meeting aller Rotaract Club unseres Distrikts 1800.
Gemeinsam mit sechs Hannoveranern waren wir dort gut vertreten, während zwei weitere Mitglieder auf der KidsCamp-Akademie in Oberursel tagten.

Die DisKo ist eine gute Gelegenheit für alle Clubs sich über vergangen Projekte und Aktionen auszutauschen sowie über Neues zu informieren.

Hauptthema am vergangen Samstag war die rotarische Familie in unserem Distrikt. Es trafen sich also nicht nur Rotaracter in Clausthal, sondern auch Vertreter von Interact, Rotex und Rotary.
Nach einem intensiven Austausch und interessanten Vorträgen hatten wir die Gelegenheit etwas mehr über unseren Standort zu erfahren. Wir tagten auf einem vom Bergbau geprägten Areal der ehemals ertragsreichsten Gruben des Oberharzes „Dorothea“ und „Caroline“. Gemeinsam ging es dann mit Gummistiefeln, Regenmantel und Taschenlampen ausgestattet „unter Tage“ in die Grube „Dorothea“.
Herzlichen Dank an dieser Stelle an den RAC Clausthal-Zellerfeld für ihre Gastfreundschaft und einen interessanten Ausflug ins Bergwerk.

Die nächste DisKo findet am 23.02.2018 in Magdeburg statt.

Vortragsmeeting Stadionsprecher – Jongleur der Emotionen? 11.10.2017

Im Nachhinein hat unsere Mithilfe beim Rotary Radrennen in Hannover nicht nur 100.000 Impfungen gegen Polio gebracht, sondern auch den Kontakt zum Referenten des heutigen Abends, Herrn Christian Stoll. Nachdem dieser direkt zugesagt hat, war es am 11.10.2017 soweit und der Stadionsprecher von Werder Bremen und zugleich rotarischer Freund aus dem Club Hannover-Eilenriede berichtete uns unter dem Thema „Stadionsprecher – Jongleur der Emotionen?!“ über seine Arbeit und seine Erlebnisse als Stadionsprecher von Werder Bremen und auch zeitweise des DFB.

Herr Stoll begann zunächst damit, auf die Historie der Rolle des Stadionsprechers einzugehen. So war seine Popularität anfangs mangels vorhandener Videowände äußerst begrenzt, sodass er vor allem durch seine Stimme aufgefallen ist, ihn die Zuschauer aber nicht sehen konnten. Diese alte Tradition durchbrach erstmals Udo Scholz, ehemaliger Stadionsprecher vom 1. FC Kaiserslautern, der näher an den Fans sein wollte und auch eigene Aktionen in der Halbzeitpause in den Fanblöcken anbot.

Seinem Vorbild folgten viele Stadionsprecher und seitdem auch flächendeckend Videowände vorhanden sind, ist der Stadionsprecher zu einem unverzichtbaren Teil des Stadions geworden. Er hat vor allem deshalb heute eine zunehmend wichtigere Rolle, da die Zuschauer viel früher ins Stadion kommen und auch länger dort bleiben. Insofern liegt es vor allem an diesem, die Zuschauer zu unterhalten und zu informieren. Deshalb erfordert es nicht nur eine kräftige Stimme sowie guten Humor, um das Amt des Stadionsprechers auszuführen, sondern auch hohe intellektuelle und psychologische Fähigkeiten. Gerade Letztere betonte Herr Stoll angesichts gewisser Risikospiele (sein Beispiel sind die Spiele von Werder Bremen gegen den Hamburger SV) in besonderer Weise. Insofern seien auch regelmäßige Schulungen in diesem Bereich sehr wichtig. Das allerwichtigste sei jedoch nach wie vor die Authentizität und die hat man eben oder nicht. Da helfen auch keine Schulungen, sodass ein Stück weit Tradition dem Beruf des Stadionsprechers immer erhalten bleiben wird.

Nach seinem lebhaften Vortrag bot sich noch viel Gelegenheit für Rückfragen. Im Rahmen dieser ging Herr Stoll insbesondere darauf ein, dass die Sicherheit in und um die Stadien zunehmend zum Problem werde und die heutigen Fans teilweise ganze Pauken voller Bengalos heimlich mit ins Stadion bringen. Ein weiteres Problem seien die inzwischen sehr hohen Eintrittspreise, sodass sich viele Fans einen Stadionbesuch gar nicht mehr leisten können. Dies führt dazu, dass selbst der große 1. FC Bayern München nicht mehr immer ausverkauft ist.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Stoll für den spannenden Vortrag, der uns das Amt des Stadionsprechers in sehr pointierter Weise näher gebracht hat. Auch wenn sich nicht jeder bei uns aus dem Club für Fußball interessiert: gelernt haben wir alle etwas und können nun auch als nicht Fußballinteressierte sicherlich bei dem einen oder anderen Fußballfreund mit Detailwissen rund um den Stadionsprecher punkten.

Vortragsmeeting Fahrzeugtechnik 13.09.2017

Es war einmal vor langer Zeit… so beginnen gewöhnlicherweise Märchen, jedoch könnte man damit auch die Einleitung des Vortrags von Kai Hylla vom Rotary Club Lehrte-Burgdorfer Land beschreiben. So ging es in seinem Vortrag am 13.09.2017 zwar hauptsächlich um moderne Fahrzeugtechnik, jedoch begann er seine Darstellung mit einem der ersten wichtigen Fortbildungsmittel – der Kutsche, die wir heute nur noch bei besonderen Anlässen wie etwa Hochzeiten oder historischen Stadtrundfahrten sehen.

Nach und nach entwickelte sich dabei die Fortbewegung weiter, bis mit dem Modell T von Ford auch das erste Automobil entstand. Von dort an wurde das ursprüngliche Automobil immer weiter verfeinert. Nachdem dabei über viele Jahrzehnte vor allem das Fahren und die Freude daran im Vordergrund standen, haben sich mittlerweile die Anforderungen gewandelt.

So werde heute viel mehr Technik in Autos verbaut. Daher liege ein besonderer Fokus der Hersteller mittlerweile auch auf diesen Zusatzleistungen, die zudem ertragreicher sind als der reine Autoverkauf.

Ausgehend hiervon präsentiere Kai Hylla die verschiedenen Stufen des Autofahrens. So sei mittlerweile vom rein manuellen über das assistierte, teilautomatisierte und hochautomatisierte Fahren bis hin zum vollständig fahrerlosen Fahren bereits alles möglich. Als anschauliches Beispiel für das vollständig fahrerlose Fahren führte er uns einen Film zum Audi pilot driving vor. Im Rahmen dieses Programm ist es Audi etwa gelungen, ein Auto komplett selbst über 900 km fahren zu lassen. Insofern schreitet hier die Technik rasant voran, obgleich sie bei weitem noch nicht bereit ist, in Serie zu starten. So fehlten hier auch noch viele gesetzliche Regelungen, insbesondere mit Blick darauf, ob Mensch oder Maschine für Unfälle haften.

Obgleich damit im PKW-Bereich noch viel getan werden müsse, bis das völlig autonome Fahren Wirklichkeit werden kann, so sei dies bei LKW anders. So gebe es auch bereits entsprechende Projekte in Minen, wo 12 vollautomatisierte kleinere LKW dasselbe kosten wie ein großer LKW, der von einem speziell dafür ausbildeten Fahrer gesteuert wird. Dieser Fortschritt liege indes vor allem an den Rahmenbedingungen, da sich diese in einer Mine dem autonom fahrenden Fahrzeug anpassen könnten, was im normalen Straßenverkehr nicht möglich sei.

Neben dem besonderen Fokus auf autonomen Fahren erzählte uns Kai Hylla jedoch auch noch einiges darüber, wie die Technik das zukünftige manuelle Fahren erleichtern kann. So sei es etwa möglich, gewisse regelmäßige Tagesabläufe durch die Maschinen anlernen zu lassen, sodass etwa immer morgens um 8:00 Uhr das Auto bereits warm sei oder für eine häufig gefahrene Strecke eine optimale Federung bereits voreingestellt sei.

Insgesamt gesehen war es ein hochinteressanter Vortrag, der uns anschaulich vor Augen geführt hat, was technisch möglich ist bzw. in naher Zukunft sein wird. Zudem wissen wir jetzt, dass sich die Automobilbranche langsam aber sicher von ihrem Verständnis als Autoverkäufer entfernt und sich nunmehr viel stärker als Mobilitätsdienstleister versteht.